16 Summits: "Besteigung" der höchsten Erhebungen der deutschen Bundesländer

Wie bitte? Was soll denn das? Warum nicht?

So habe ich ein Ziel, dass mir Spaß macht und meine Lust am Reisen bedient. Ich besuche die höchsten natürlichen Erhebungen aller 16 Bundesländer und lerne dabei noch viele Gegenden kennen.

Diese Idee will ich 2021/2022 umsetzen und habe schon damit begonnen- hier will ich das festhalten.

Vor dieser Challenge war ich schon auf zwei dieser Berge: dem Brocken (Sachsen-Anhalt) und der Zugspitze (Bayern)- mal sehen, ob ich sie noch ein zweites Mal besuchen kann.

Aber ich zähle sie mal mit und fange mit ihnen an.


1. Brocken (Harz) Sachsen-Anhalt, 1141,2 m - 31.07.07

Auf dem Brocken war ich, zusammen mit Catrina, am 31.07.2007. Standesgemäß sind wir mit der Brockenbahn hochgefahren und ich erinnere mich, dass wir super Wetter und eine tolle Weitsicht hatten, was auf dem Brocken nicht so oft vorkommen soll.

Der Brocken im Harz ist der höchste Berg von Sachsen-Anhalt (1142,2 m)

 


2. Zugspitze (Alpen) Bayern, 2962,06 m, 09.09.2013

Am 09.09.2013 waren wir auf der Zugspitze. Hoch sind wir mit der Zugspitzbahn. Oben kann man von Bayern nach Tirol (Österreich) wechseln. Das Wetter war eher durchwachsen, Fernsicht gab es jedenfalls nicht.

Die Zugspitze ist mit 2962,06 m der höchste Gipfel Bayerns und damit auch von Deutschland.


3. Dollberg (Hunsrück) Saarland, 695,4 m, 09.07.2021

 

Saarland, haarscharf neben der Grenze zu RLP: Der Dollberg war der erste gezielte Besuch meiner Challenge aller Berge. 9.7.21, ca. 15.45 Uhr, noch einer kleinen Saarlandtour (Saarschleife, Merzig, Mettlach und Tholey).
Von Neuhütten aus ca. 45 Minuten, bei teilweise regnerischem Wetter:

 

Parken am Friedhof Neuhütten, Richtung Köhlerhütte dann die Dollbergschleife entlang den Berg hoch.

 

Am Gipfel zwei Schilder und ein neues Kreuz, mitten zwischen Sträuchern, Bäumen und umgefallenen Stämmen.Keine Aussicht.

Dollberg (Saarland) 695,4 m;

 


4. Erbeskopf (Hunsrück) Rheinland-Pfalz, 816,32 m - 29.07.2021

 

Auf dem Erbeskopf, meinem Heimat-Bundesland-Berg,  war ich zum ersten Mal am 29.7.2021, einem windigen, aber trockenen Donnerstag. Angenehme 20 Grad.

 

Ich bin hoch mit dem Auto, man kann dort parken und einen kleinen Rundweg machen mit sehr schöner Aussicht. Der Aussichtsturm war gesperrt. Viele holländische Wandergruppen waren unterwegs und haben den Berg vom Hunsrückhaus aus bestiegen!

 Ansonsten: eher enttäuschend: geprägt ist das Plateau von einer militärischen Anlage und von Wintersportanlagen.

Unterhalb, im Hunsrückhaus, kann man sich über den Nationalpark informieren.

 

 Ich bin dann weiter nach Thalfang und zum KZ-Aussenlager – Gedenkstätte Hinzert.

Der Erbeskopf ist mit 816,32 m der höchste Berg von Rheinland-Pfalz.

 


Ich bin nicht Erste, der sich diese anspruchsvolle und strapaziöse Aufgabe stellt. Im Internet findet man ein paar Beispiele von Menschen, die die Besteigung aller höchsten Erhebungen schon hinter sich haben! Hut ab vor jedem!

 

Ein aktuelles Buch mit Reiseberichten stammt von Hans Zippert: Zippert steigt auf. Hintergründig beleuchtet er auch das Umfeld der Erhebungen, gibt Einkehrtipps und berichtet von den Eigenheiten der Bevölkerung.

Ich bin gespannt, was mich noch alles erwartet.

 

 

 


5. Langenberg (NRW) - Rothaargebirge/ Sauerland 843,3 m, 07. September 2021

 

Mein 5. „Gipfel“ sollte am 7. September 2021 der Langenberg sein, die höchste Erhebung von Nordrhein-Westfalen. Mit 843 Metern gehört er zu den höheren Bergen und die „Besteigung“ war eine schöne Wanderung immer bergauf.

 

Gestartet bin ich in Altwied und die Anreise nach Willingen führte vor allem über Land, sprich über zweispurige Bundesstraßen. Achtung: in jedem zweiten Ort steht ein Blitzer. Übernachtet habe ich in Willingen, einem touristisch geprägten Ort im hessischen Teil des Sauerlandes, im Upland.

 

Am Ortsrand konnte ich mein Auto parken. Vor dort ging es eine gute Stunde bergauf, von ca. 700 auf 843 Meter. Zuerst immer dem Weg W4 entlang und am Ende Richtung Langenberg. Hier gibt es eine Vielzahl von Markierungen, die auch schon mal verwirrend sein können.

 

Der höchste Punkt von NRW befindet sich also direkt neben der Grenze Hessen-NRW und ist mit einem imposanten Gipfelkreuz und einem Stein markiert- alles auf einem Platz, umgeben von Bäumen, der von mehreren Wegen gekreuzt wird. Aussicht gibt es keine, wohl aber ein Gipfelbuch, in das man sich eintragen kann. Ausruhen kann man sich an einigen Tischen und auf eine hölzernen Hängeliege.

 

Den Abstieg habe ich mit einem Abstecher auf die Hochheide-Almhütte verbunden. Hier gibt es neben kühlen Getränken, Kuchen und allerlei Speisen auch eine schöne Aussicht. Es war hier viel Betrieb.

 

Fazit: schöner Aufstieg durch schattigen Wald. Auf jeden Fall lohnenswert und für mich: Summit Teil 5!

Der Langenberg ist die höchste Erhebung in Nordrhein-Westfalen: mit 843 Metern