Beruf, noch ...

Die letzten Monate als Gemeindereferent und der Start ins Alter


Letzte Freizeit: Herbst 2019 auf Ameland

 

Herbstfreizeit auf Ameland: Tolle Gemeinschaft und wehmütiger Abschied

 

Seit 2001 findet in jedem Jahr in den Herbstferien eine Freizeit für Familien und Erwachsene auf der holländischen Nordseeinsel Ameland statt. So auch in diesem Jahr. 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dabei: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und auch nicht mehr so junge Erwachsene…

 

Leider spielte das Wetter nicht immer mit, was aber nicht davon abhielt, die Natur und die Kultur der Insel zu genießen. Vor allem aber war die Gemeinschaft wieder das Highlight der acht Inseltage. Gemeinsam wurde gekocht und gefeiert, gebastelt und gelesen ….

 

Für mich war es die letzte Freizeit im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit. Das war Grund genug am Donnerstag in der Ferienwoche ein rauschendes Fest zu feiern. Ein großartiges Buffet war bereitet, der Saal geschmückt und alle waren gut drauf. Aus jedem der 18 Freizeitjahre konnten wir Bilder sehen und in Erinnerungen schwelgen oder auch Anekdoten zum Besten geben. Beate und Peter Zwick hatten musikalische Überraschungen vorbereitet. So bleibt mir dieser Abend in dankbarerer Erinnerung und ich danke allen, die mit mir Jahr für Jahr Ameland bereist haben. Es waren immer wunderbare Wochen, an die ich gerne und mit Wehmut zurückdenke.

 

„Ich will zurück nach Ameland…“ – so der Refrain eines umgedichteten Liedes von Westernhagen, das wir inbrünstig geschmettert haben. Klar komme ich zurück nach Ameland, aber dann doch eher privat. Aber die Freizeit soll auch 2020 wieder stattfinden, dafür hat sich ein kleines Team gebildet, das dafür sorgt, dass dazu ein „Ort von Kirche“ entsteht. Ich sage „tot ziens“ – aber Ameland wartet auch im nächsten Herbst wieder auf Neuwieder mit Lust auf Sonne, Strand und Meer und viel Gemeinschaft!

 

Hermann-Josef Schneider, Gemeindereferent

 

 


Die letzten Wochen: Stand Februar (vor Corona)


Februar 2020

Reha, Simulator und Rentenantrag

Am Aschermittwoch, 26.2.,  bin ich von einer dreiwöchigen Reha zurückgekommen (die alte HWS-Sache), am Freitag habe ich meinen Rentenantrag gestellt. Am 1. Mai gehen dann über 40 Berufsjahre zu Ende. Seit September 1979 bin ich als Gemeindereferent beim Bistum Trier tätig, der Auflösungsvertrag ist unterschrieben.
So bleiben mir noch noch zwei Monate bis zum Ruhestand. Die Verabschiedung findet am 26. April um 17 Uhr in der Matthiaskirche in Neuwied statt (denkste ...)
Und am vergangenen Freitag habe ich dann noch das Weihnachtsgeschenk der Familie eingelöst: zwei Stunden auf einem B 747 Simulator in Köln.
In die Wehmut über das Berufsende (in 60 Tagen) 😊mischt sich schon jetzt die Freude auf viele "Happy landings"


Flüge und Pläne

Ich bin dann mal weg- und dankbar für viele gute Jahre

Zum 1. Mai gehe ich in Rente. Dann werden fast 41 Berufsjahre hinter mir liegen.

Nach dem Studium in Mainz war ich zuerst in Bad Kreuznach tätig und später dann in Horhausen. Von 1985 bis 1992 war ich dann schon in Neuwied: das Büro der Spanischen Mission im Bistum Trier war in der Hermannstr. 40. 1992 bin ich dann in die Einheit St. Matthias/Hl. Kreuz gewechselt; später kam noch Liebfrauen dazu. Seit über 10 Jahren arbeite ich nun im Team der Pfarreiengemeinschaft Neuwied St. Matthias.

Waren in den Anfangsjahren noch die Kinder und Jugendarbeit, die Erstkommunionkatechese und der Religionsunterricht der Schwerpunkt meiner Tätigkeit, so hat sich das im Laufe der Jahre verändert und weiter entwickelt. Hauptgrund dazu waren die vielen strukturellen Veränderungen, die immer wieder, fast durchlaufend, einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit darstellten.

In den letzten Jahren standen die Öffentlichkeitsarbeit, die Arbeit mit den Räten, die Ökumene, Firmkatechese und auch der Beerdigungsdienst im Vordergrund; Aufgaben auf Bistumsebene (Erkunder) kamen dazu. Und immer wieder auch Gottesdienste, Sitzungen, Besuche, Pilgerfahrten und Freizeiten auf Ameland….


Tätigkeitsbereiche in 40 Jahren (Rechts in der Wortwolke)

Heute bin ich dankbar für unendlich viele Begegnungen. Dankbar vor allem auch für den unermüdlichen Einsatz so vieler Ehrenamtlicher in unseren Pfarreien; für alle Unterstützung und Mitarbeit, auch für Anerkennung und Lob, für Kritik und vielerlei Anregungen. Es war mir eine Freude hier tätig sein zu dürfen. Neuwied ist so zur 2. Heimat geworden, auch für meine Frau und meine beiden Töchter.

Ich danke auch den vielen pastoralen Kolleginnen und Kollegen, einschließlich der „Chefs“, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, für das gute Miteinander. Im Seelsorgeteam habe ich mich immer aufgehoben gefühlt. Danke Thomas Darscheid für die wohlwollenden Worte weiter oben. Vermissen werde ich die „Bürogemeinschaft“ mit Petra Frey und Ursula Pyra in Liebfrauen. Ich danke auch allen anderen Kolleginnen und Kollegen: den Kirchenmusikern, Küsterinnen und Pfarrsekretärinnen und allen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte.

Ausdrücklich gilt dieser Dank auch den Kolleginnen und Kollegen sowie Ehrenamtlichen aus der Ökumene– sie waren mir ebenso wichtig und haben einen wichtigen Teil meiner Arbeit begleitet; nicht nur in Schulgottesdiensten und bei Bibelabenden.

 

 

Nach mir kommt keiner

Eine oder einen Nachfolger gibt es nicht. Dazu fehlt dem Bistum das Personal und der aktuelle Stellenschlüssel sieht es auch nicht vor.

So werden die Kolleginnen (und Kollegen) Teile meiner Arbeit übernehmen oder zumindest als Ansprechpartner fungieren, soweit das möglich ist. Anderes wird es möglicherweise nicht mehr geben oder wird neu geregelt. Oder es wurde so geregelt, dass Ehrenamtliche weitermachen, wie z.B. bei der Ameland-Freizeit im Herbst!

In drei „kleinen“ Bereiche möchte ich mich weiter engagieren: als katholischer Delegierter und im Vorstand der ACK; ich gehe auch weiterhin pilgern (wenn es denn wieder geht) und im Elferrat von St. Matthias bleibe ich vorerst auch noch aktiv.

Alles andere aber endet am 1. Mai– und ich bitte herzlich darum, dass auch zu respektieren.

Ich werde weiterhin in Altwied wohnen und in Neuwied leben– so werden wir uns auch in Zukunft noch oft begegnen. Dann bin ich aber nur noch der Herr Schneider, oder der Hejo, oder wer oder was auch immer …

Ihr/Euer Hermann-Josef (Hejo) Schneider

 

PS: Ab 1. Mai erreichbar über die private Mail-Adresse: hejo.schneider@web.de